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Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

Beim Social Engi­nee­ring nut­zen Angrei­fer psy­cho­lo­gi­sche Mani­pu­la­ti­on, um Men­schen zur Preis­ga­be ver­trau­li­cher Infor­ma­tio­nen oder zu sicher­heits­kri­ti­schen Hand­lun­gen zu bewe­gen. Im Gegen­satz zu tech­ni­schen Hack­ing-Metho­den zielt Social Engi­nee­ring auf mensch­li­che Eigen­schaf­ten wie Ver­trau­en, Hilfs­be­reit­schaft, Neu­gier, Angst oder Auto­ri­täts­ge­hor­sam (sie­he auch: Scam, Phis­hing).

Typische Angriffsformen

  • Phis­hing: gefälsch­te E‑Mails oder Nach­rich­ten zur Erlan­gung sen­si­bler Daten (Pass­wör­ter, Kreditkarteninformationen).
  • Pre­texting: erfun­de­ne Situa­tio­nen oder Iden­ti­tä­ten, die das Opfer zur Infor­ma­ti­ons­preis­ga­be bewegen.
  • Bai­ting: ver­locken­de Ange­bo­te (etwa ein prä­pa­rier­ter USB-Stick), die zu ris­kan­ten Hand­lun­gen verführen.
  • Quid pro quo: ver­spro­che­ne Gegen­lei­stun­gen, oft unter dem Vor­wand von Sup­port oder Hilfe.

Bedeutung im KMK-System

Social Engi­nee­ring ist ein typi­scher Aus­lö­ser von Cyber­kri­sen (IT-Kri­sen) – mit heik­ler Attri­bu­ti­ons­la­ge: Das Unter­neh­men ist for­mal Opfer eines Angriffs (Vic­tim-Clu­ster), doch sobald der Dis­kurs man­geln­de Prä­ven­ti­on oder Schu­lung the­ma­ti­siert, droht die Umdeu­tung zur ver­meid­ba­ren Kri­se (Vel­cro-Effekt). Für die Mit­ar­bei­ter­kom­mu­ni­ka­ti­on gilt: Beschul­di­gung ein­zel­ner Mit­ar­bei­ten­der (Sün­den­bock intern) ist kontraindiziert.