Version 2.0 · Stand: 18.07.2026
Beim Phishing versuchen Kriminelle, an vertrauliche Daten ahnungsloser Internet-Nutzerinnen und ‑Nutzer und letztlich an deren Geld zu gelangen. Der Begriff kombiniert «phreaking» (Telefonpiraterie) und «fishing» (Angeln).
Einordnung
Die Täter tarnen sich als bekannte Firmen oder Behörden und versenden täuschend echte E‑Mails mit Links auf gefälschte Seiten, die Daten abgreifen oder Malware installieren; Varianten arbeiten mit imitierten Supportanrufen, falschen Zahlungsbestätigungen oder Anzeigen. Beim gezielten Spear-Phishing werden einzelne Mitarbeitende mit personalisierten Nachrichten angegangen – auch Grossunternehmen fallen darauf herein (Manager Magazin, 2018). Prävention: sensible Daten nie auf Aufforderung preisgeben (seriöse Institutionen verlangen das nie per Mail oder Telefon), verdächtige Mails melden (antiphishing.ch), bei Datenabfluss sofort Bank/Provider kontaktieren und Passwörter ändern (Kantonspolizei Aargau).
Bedeutung für die Krisenkommunikation (KMK-Bezug)
Phishing hat für Organisationen zwei Krisengesichter: Als Einfallstor steht am Anfang vieler Ransomware- und Datendiebstahl-Fälle ein einziger Klick – weshalb die Preventable-Frage stets die Schulung der Mitarbeitenden trifft. Als Markenmissbrauch werden Firmenname und Logo für Fälschungen genutzt: Hier muss die Organisation ihre Kundschaft aktiv warnen (Instructing Information), obwohl sie selbst Opfer ist – schnelle Warnkommunikation schützt Kunden und Reputation zugleich.
Weiterführend
Kantonspolizei Aargau: Prävention Cybercrime · mimikama.org: Leitfaden Phishing und Hacking