Checkliste für Fallstudie

Teil 1: Aufbau und Struktur

  • Die Arbeit hat einen (mög­lichst kur­zen, aber attrak­ti­ven) Titel, der sei­ne Haupt­idee präsentiert.
  • Abstrakt (Manage­ment Sum­ma­ry): 250 Wor­te («klei­nes Mam­mut»: ein selbst­stän­di­ger, in sich geschlos­se­ner Text)
  • Fünf Haupt­tei­le: Ein­lei­tung, Theo­rie, Metho­de, Ergeb­nis­se und Fazit, mit Inhal­ten gemäss Dis­po­si­ti­on unter https://www.krisenkom.ch/dw-content/musterdisposition-fuer-die-fallstudie/
  • mit Unter­ti­teln glie­dern (max. drei Hier­ar­chie­ebe­nen); auch Auf­zäh­lun­gen schaf­fen Struktur.
  • Quel­len­ver­zeich­nis vor­han­den und alphabetisch
  • Autoren­in­for­ma­ti­on mit maxi­mal 75 Wör­tern pro Autor (sich inhalt­lich mög­lichst an die Vor­la­ge halten)
  • Abbil­dun­gen und Tabel­len num­me­riert und mit Legen­de (ev. Quel­len­an­ga­be in Klammern)

Teil 2: inhaltliche Aspekte (und wissenschaftliche Systematik)

For­schungs­fra­ge

  • Eine kla­re, kon­kre­te und mess­ba­re For­schungs­fra­ge der Fall­stu­die ist for­mu­liert (in der Ein­lei­tung und der Teil „Metho­de“).

Theo­rie

Metho­de

  • For­schungs­fra­ge, Hypo­the­se und ein­ge­setz­te For­schungs­me­tho­de (z. B. „Inhalts­ana­ly­se“, „Framing Ana­ly­se“, Exper­ten­in­ter­view, „Rekon­struk­ti­on des Falls“) erwähnt.
  • Für „Inhalts­ana­ly­se” und „Framing Ana­ly­se“ wer­den die Stich­pro­be (wel­che Medi­en/untersuchte Doku­men­te?) und für Exper­ten­in­ter­view die Teil­neh­mer kurz und argu­men­ta­tiv beschrie­ben (Art der Medi­en, zeit­li­che, the­ma­ti­sche oder ande­re Rah­men­be­din­gun­gen, Interviewteilnehmer).
  • Bei einer Rekon­struk­ti­on des Falls wird erklärt, wel­che Dokumenten/Quellen ana­ly­siert werden.

–> Nach der Lek­tü­re die­ses Kapi­tels soll­te der Leser die Unter­su­chung nachvollziehen/wiederholen kön­nen, ohne Rück­fra­gen stel­len zu müssen.

Ergeb­nis­se

  • Ergeb­nis­se wer­den tex­tu­ell und mit Abbil­dun­gen präsentiert.
  • Bei­spie­le von Arti­keln oder Zita­te von Inter­views (ins­be­son­de­re bei qua­li­ta­ti­ven Inhalts­ana­ly­sen).

Zusam­men­fas­sung (Schluss­teil)

  • Die for­mu­lier­te For­schungs­fra­ge wird noch ein­mal kurz und bün­dig beant­wor­tet, respek­ti­ve Hypo­the­sen wer­den bestä­tigt oder widerlegt.
  • Ergeb­nis­se der Ana­ly­se wer­den inter­pre­tiert (Was kön­nen sie in einem bestimm­ten Kon­text bedeu­ten?) und zusammengefasst.
  • (Ev. neue Fragen/Forschungsrichtungen, die sich aus der Fall­stu­die ergeben.)

Teil 3: Check des wissenschaftlichen Schreibens und Formalien

Spra­che

  • Aus­sa­gen plau­si­bel, bewie­sen oder belegt (bele­gen mit der Anga­be der Quellen)
  • Logi­sche Ver­knüp­fun­gen machen (Kapi­tel ein­lei­ten, über­lei­ten; kei­ne Abbil­dung unmit­tel­bar nach einem Titel)
  • Neu­tra­ler Stil (kei­ne Wer­tun­gen: Adjek­ti­ve ver­mei­den; kei­ne ICH-Form; den­noch mög­lichst Pas­siv­for­mu­lie­run­gen und Sub­stan­ti­vie­run­gen ver­mei­den, prä­zi­se Begrif­fe, unnö­ti­ges strei­chen) (Hilfs­mit­tel: wortliga.de
  • Ver­ständ­lich schrei­ben nach dem Ham­bur­ger Ver­ständ­lich­keits­mo­dell (den­noch kei­ne unnö­ti­gen Wortwiederholungen)
  • Namen bei Erst­nen­nung aus­schrei­ben, mit Abk. in Klam­mern. In der Fol­ge kann die Abkür­zung ver­wen­det werden.
  • Sprach­li­che Rich­tig­keit (Gram­ma­tik und Ortho­gra­fie: Schreib­hil­fen ein­set­zen: z. B. Lan­guage­Tool)

 Zitie­ren und Bibliografieren

  • Nut­zung der aka­de­mi­schen (und zuver­läs­si­gen) Quel­len für Theo­rie: z. B. „Enzy­klo­pä­die“, „Sta­ti­sta“, Bücher, Quel­len aus der KMK „Biblio­thek“, kein Wiki­pe­dia); nicht gei­zen mit wört­li­chen und sinn­ge­mäs­sen Zita­ten (para­phra­sie­ren)
  • Quel­len­an­ga­ben und Ver­zeich­nis kon­se­quent nach apa (Hilfs­pro­gram­me im Word Plug­in, Zote­ro, Cita­vi, manu­ell mit Scribbr)
  • Tages­ak­tu­el­le Berich­te mit Datums- und nicht ledig­lich mit Anga­be des Jah­res; dabei wird der Monat aus­ge­schrie­ben (z. B. Neue Zür­cher Zei­tung, 2. Janu­ar 2023)
  • Auch von Drit­ten über­nom­me­ne Abbil­dun­gen haben eine Quel­le (am Schluss der Legen­de in Klammern).
  • bei swiss­dox-Recher­che: im Quel­len­ver­zeich­nis Anga­be des Ori­gi­nal­me­di­ums mit ent­spre­chen­der Adresse
  • Enzy­klo­pä­die-Ein­trä­ge wer­den fol­gen­der­mas­sen ange­ge­ben: (KMK-Enzy­klo­pä­die, [Datum]); im Quel­len­ver­zeich­nis: KMK-Enzy­klo­pä­die. ([Datum]). [Stich­wort]. [Inter­net­adres­se]
  • Alle Quel­len (auch von Abbil­dun­gen und Pri­mär­quel­len wie Zei­tungs­be­rich­te) gehö­ren ins Quellenverzeichnis.

 For­ma­li­en

  • 10 bis 20 Sei­ten rei­ner Textteil
  • in etwa 4–5 Abbil­dun­gen (bei quan­ti­ta­ti­ven Metho­den kön­nen es auch mehr sein) (far­big, mög­lichst CMYK; Auf­lö­sung: ca. 300 dpi bei einer Brei­te von 11,4 cm)
  • auf ein aus­ge­wo­ge­nes Text-/Bild-Ver­hält­nis achten
  • Eine abge­setz­te Site ent­hält durch­schnitt­lich 3’200 Zei­chen (inkl. Leerzeichen).
  • Der Satz­spie­gel wie auch die Text­for­ma­tie­rung ist nicht ent­schei­dend, da der Text vor der Druck­le­gung neu umbro­chen wird.
  • spar­sam mit manu­el­len For­ma­tie­run­gen umge­hen (wird für das Buch neu abgesetzt)