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Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

Im Kon­text der Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on bezeich­net Medi­um ein Mit­tel respek­ti­ve einen Kanal zur Ver­brei­tung von Infor­ma­tio­nen und zur Kom­mu­ni­ka­ti­on. Medi­en las­sen sich nach Kri­te­ri­en wie Ziel­grup­pe, Ver­brei­tungs­ge­biet, Ver­brei­tungs­mit­tel, Stil und Inhalt typologisieren.

Einordnung

Die für die Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on zen­tra­le Unter­schei­dung ver­läuft zwi­schen jour­na­li­sti­schen Medi­en mit redak­tio­nel­ler Selek­ti­on (Gate­kee­ping) und sozia­len Medi­en, in denen jede Nut­ze­rin und jeder Nut­zer ohne redak­tio­nel­le Kon­trol­le publi­ziert. Inner­halb der jour­na­li­sti­schen Medi­en sind für Kri­sen die Bou­le­vard-Medi­en beson­ders rele­vant (Emo­tio­na­li­sie­rung, Skan­da­li­sie­rung). Wei­te­re Unter­schei­dun­gen: Abon­ne­ments­me­di­en, die sich im Gegen­satz zu Gra­tis- und Pend­ler­me­di­en wesent­lich über Abon­ne­men­te finan­zie­ren (fög, 2022), sowie öffent­li­che ver­sus orga­ni­sa­ti­ons­ei­ge­ne Kanä­le (Owned Media).

Unterscheidung journalistische und soziale Medien

Abbil­dung 1: Unter­schei­dung jour­na­li­sti­sche und sozia­le Medien

Bedeutung für die Krisenkommunikation (KMK-Bezug)

Medi­en sind die Büh­nen der rhe­to­ri­schen Are­na: Jede Medi­en­gat­tung folgt eige­nen Selek­ti­ons- und Dar­stel­lungs­lo­gi­ken und ver­langt eige­ne Beob­ach­tung. SCHNUFFI unter­schei­det des­halb bei der Recher­che syste­ma­tisch zwi­schen jour­na­li­sti­schen Leit­me­di­en, Bou­le­vard und sozia­len Medi­en – denn Frames ent­ste­hen oft im einen Kanal und wan­dern dann in den ande­ren (Inter­me­dia-Agen­da-Set­ting). Für EVI bestimmt die Kanal­wahl, wen eine Bot­schaft erreicht und in wel­cher Logik sie ver­ar­bei­tet wird.

Literatur

fög – For­schungs­zen­trum Öffent­lich­keit und Gesell­schaft. (2022). Jahr­buch Qua­li­tät der Medi­en. Uni­ver­si­tät Zürich.
Pürer, H. (2015). Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft als Sozi­al­wis­sen­schaft. UVK.