Version 2.0 · Stand: 18.07.2026 · Zusammenführung mit dem bisherigen Eintrag «SCAM»
Als Scam (englisch für Betrug) bezeichnet man betrügerische oder irreführende Tricks, die darauf abzielen, Menschen zu täuschen oder zu manipulieren, um Geld, persönliche Informationen oder andere Ressourcen zu erlangen – von Phishing-Mails über betrügerische Online-Werbung und gefälschte Lotteriegewinne bis zum Identitätsdiebstahl. Ziel ist meist, dass das Opfer freiwillig zahlt oder Daten preisgibt.
Einordnung
Scams arbeiten mit Vertrauensaufbau und Emotionen. Die bekannteste Form ist das Romance-Scamming: Auf Dating- und Chat-Portalen wird dem Opfer über Wochen emotionale Nähe vorgespielt, bis Geldforderungen folgen – für ein Flugticket, eine Operation, eine Notlage; nach der Zahlung verschwindet der «Partner» oder fordert nach. Die entstandene emotionale Abhängigkeit verhindert oft, dass Opfer rechtzeitig misstrauisch werden (CHIP, 2023). Eine zweite verbreitete Masche ist der Marken- und Medienmissbrauch: Täter kopieren Layout und Logo bekannter Medien oder werben mit prominenten Gesichtern, um Seriosität vorzutäuschen – etwa gefälschte «20 Minuten»-Artikel mit Bundesrats-Testimonials (dnip.ch, 27. November 2023).
Bedeutung für die Krisenkommunikation (KMK-Bezug)
Für Organisationen ist der Scam vor allem als Identitätsmissbrauch krisenrelevant: Wenn Marke, Medium oder Führungspersonen für Betrugsmaschen missbraucht werden, ist die Organisation Opfer – haftet aber in der öffentlichen Wahrnehmung für den Schaden ihrer getäuschten Kundschaft. Geboten sind schnelle Warnkommunikation über eigene Kanäle (Instructing Information), Meldung an Plattformen und Behörden sowie Dokumentation der Fälschungen; zögerliche Reaktion wird als Gleichgültigkeit gelesen und beschädigt das Vertrauen zusätzlich.
Weiterführend
dnip.ch: 20-Minuten-Fake-Website ist ein Scam
Kantonspolizei/Schweizerische Kriminalprävention: skppsc.ch