Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

Stö­run­gen sind Kri­sen­bau­stei­ne – meist Kri­sen­aus­lö­ser – auf­grund von Fehl­hand­lun­gen oder Unfäl­len auf der Pro­blem­ebe­ne. Nach dem Modell von Kry­stek sind Stö­run­gen Vor­stu­fen einer Kri­se (Kry­stek, 2001, S. 27): Sie beein­träch­ti­gen den Betriebs­ab­lauf, ohne bereits die Exi­stenz zu gefähr­den – kön­nen sich aber über Fol­ge­er­eig­nis­se und media­le The­ma­ti­sie­rung zur Kri­se entwickeln.

Bedeutung im KMK-System

Im Codier­sy­stem deskrip­ti­ves Framing gehört die Stö­rung zu den Codes der orga­ni­sa­ti­ons­in­ter­nen Ursa­che (Unfall, Aus­fall, Stö­rung) und indi­ziert den SCCT-Acci­den­tal-Clu­ster – sofern der Dis­kurs nicht Fahr­läs­sig­keit kon­stru­iert und die Kri­se in den Pre­ven­ta­ble-Clu­ster ver­schiebt (→ Kri­sen­bau­stei­ne, → SCCT).

Literatur

Kry­stek, U. (2001). Unter­neh­mungs­kri­sen [in Zote­ro prä­zi­sie­ren], S. 27.