Version 2.0 · Stand: 18.07.2026

Krisenbausteine sind einzelne Elemente (Ereignisse, Zustände, Handlungen und Missstände), die in einem Krisenprozess kausal miteinander verknüpft sind und relevant für die Entwicklung und den Ausgang einer Krise sind. Wir unterscheiden zwischen Krisenauslöser (auf der Problemebene) und Krisentreiber.

Krisentreiber (oder Krisenverstärker) verstärken eine ausgebrochene Krise (beispielsweise Zeugenaussagen, veröffentlichter Kommentar eines Kontrahenten).
Auf den unterschiedlichen Ebenen der Krisenverlaufskarte können unterschiedliche Elemente eine krisenverstärkende Wirkung haben. Nicht zu unterschätzen sind dabei Emotionen, die in Krisensituationen mehr Wirkungspotential haben können als rationale Gedanken.
Krisentreiber: Beispiele
24. September 2021 Krisentreiber (oder Krisenverstärker) sind Krisenbausteine, die eine Krise beschleunigen oder verstärken. Beispiel:e Skandalisierung eines Problems als Fehlverhalten des Managements durch die Medien. Wiederholte Thematisierung eines Problems durch die Medien. Überzeichnung eines Problems durch die Medien.(Integriert aus dem früheren Eintrag «Krisentreiber», 17.07.2026)
Bedeutung im KMK-System
Krisenbausteine sind die Analyseeinheiten der Krisenverlaufskarte: Ihre Notation (1a–4d) macht Krisenverläufe vergleichbar. Im deskriptiven Framing zeigt sich, welche Bausteine der Diskurs akzentuiert – Auslöser (Ursachen-Frames) oder Treiber (Eskalation); die Wenn-Dann-Regeln reagieren auf Treiber mit Strategie-Eskalation.