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Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

Als Reputations‑, Image- oder Ver­trau­ens­kri­se bezeich­net man als Kri­sen wahr­ge­nom­me­ne Miss­stän­de, die nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Repu­ta­ti­on des Unter­neh­mens haben oder haben könnten.

Einordnung

Nach Coombs ist die Repu­ta­ti­ons­ge­fähr­dung am gröss­ten, wenn das Pro­blem als absicht­li­ches oder fahr­läs­si­ges Fehl­ver­hal­ten des Unter­neh­mens wahr­ge­nom­men wird: Das Unter­neh­men wird auf der media­len Ebe­ne als Sün­den­bock dar­ge­stellt (Ebe­ne 2 der Kri­sen­ver­laufs­kar­te) und auf der Wahr­neh­mungs­ebe­ne als schul­dig emp­fun­den (Ebe­ne 3) – es wird ver­ant­wort­lich gemacht. Für die­sen Fall gibt die SCCT kon­kre­te Stra­te­gie­emp­feh­lun­gen (→ Bot­schafts­stra­te­gien, → SCCT).

Bedeutung im KMK-System

Die Repu­ta­ti­ons­kri­se ist die Ziel­grös­se der gesam­ten KMK-Ana­ly­se: ADAM misst die Repu­ta­ti­ons-Fall­hö­he vor der Kri­se, FRAMI die Schuld- und Rol­len­zu­schrei­bun­gen im Dis­kurs, EVI wählt die Stra­te­gie zum Schutz der Repu­ta­ti­on. Zen­tral ist die Dop­pel­kri­sen-Logik: Schlech­te Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on kann die Repu­ta­ti­ons­kri­se erst erzeu­gen (NORM_DOUBLE).