Version 2.0 · Stand: 18.07.2026
Eine Strukturkrise bezeichnet die wirtschaftliche Situation eines ganzen Sektors oder einer Region, in der die Angebotskapazitäten die Nachfrage dauerhaft übersteigen. Sie zieht periodisch durch Einzelereignisse – Massenentlassungen, Werksschliessungen, Umstrukturierungen – die Aufmerksamkeit der Medien auf sich und kann sich zur strategischen Krise einzelner Unternehmen entwickeln (Garth, 2008).
Bedeutung im KMK-System
Strukturkrisen sind typische Treiber schleichender Krisen: Der Wandel vollzieht sich langsam, die Berichterstattung setzt oft erst kurz vor dem katastrophalen Ausgang ein (Beispiel Swissair). In der ADAM-Analyse gehört die Branchenlage zu den kontextuellen Moderatoren; kommunikativ verlangt die Strukturkrise frühe Prozesskommunikation statt Ad-hoc-Reaktion.
Literatur
Garth, A. J. (2008). Krisenmanagement und Kommunikation. Gabler. [in Zotero präzisieren]