Version 2.0 · Stand: 27.07.2026
Das Krisenmanagement lässt sich als Abfolge von Phasen mit je eigenen Aufgaben beschreiben. Das im deutschsprachigen Raum verbreitete Phasenkonzept von Töpfer unterscheidet die Krisenvorsorge (Prävention und Früherkennung) von der Krisenbewältigung im engeren Sinn und der Nachbereitung; jede Phase verlangt eigene Management- und Kommunikationsleistungen (Töpfer, 1999; → Krisenmanagement).
Phasen des Krisenmanagements nach Töpfer
Phasen und Aufgaben (in Anlehnung an Töpfer)
Das nachfolgende Modell orientiert sich am Phasenmodell von Töpfer und berücksichtigt die einzelnen Aufgaben sowie ihre Zusammenhänge – vom Issues Management und Risikomanagement über die Krisenvorbereitung (Krisenstab, Krisenplan, Übungen) bis zu Sofortmassnahmen, laufender Lagebeurteilung und Nachbereitung:

Bedeutung für die Krisenkommunikation (KMK-Bezug)
Die Phasenlogik strukturiert auch die Kommunikationsaufgaben: In der Vorsorgephase entstehen Issues-Beobachtung und Krisenkommunikationsvorbereitung (→ Issues Management, → Risikomanagement, → Krisenkommunikationskonzept), in der Bewältigungsphase greifen Lagebeurteilung und Botschaftsstrategien (KMK-Analysekette ADAM → SCHNUFFI → FRAMI → EVI), in der Nachbereitung Evaluation und Lernen. Zum ausführlichen Haupteintrag: → Krisenmanagement (nach Krystek, Töpfer, Baeriswyl).
Literatur
Töpfer, A. (1999). Plötzliche Unternehmenskrisen – Gefahr oder Chance? Grundlagen des Krisenmanagements, Praxisfälle, Grundsätze zur Krisenvorsorge. Luchterhand.