Version 2.0 · Stand: 05.08.2026
Ein Krisenkommunikationskonzept bestimmt die Stossrichtung mit Anweisungen für das kommunikative Handeln auf der Basis der Analyse des problemrelevanten Umfelds. Es beinhaltet die Zielsetzung und die Strategie, die festlegt, wie eine Organisation einer Krise vorbeugt und sich in einer konkreten Krise verhält. Es enthält ebenso taktische Anweisungen, die die Strategie räumlich und zeitlich konkretisieren.
Einordnung
Das Krisenkommunikationskonzept ist die krisenspezifische Anwendung konzeptgesteuerter Kommunikation: Situationsanalyse (IST), Zielsetzung (SOLL), Zielgruppen, Botschaften und Handlungsfelder. Auf der Grundlage von Krisenszenarien können vorzeitig Konzeptansätze (vorbehaltene Entschlüsse) erstellt werden. Konkrete Kommunikationskonzepte können allerdings erst dann entwickelt werden, wenn die Krise erkennbar oder bereits eingetroffen ist.
Bedeutung im KMK-System
Das Krisenkommunikationskonzept ist das Zielprodukt des KMK-Analyseprozesses: Aus Kontextanalyse, Medienresonanz und Frame-Analyse leitet die Strategieentwicklung (EVI) Zielsetzung, Zielgruppen, Botschaftsstrategien und Handlungsfelder ab – abgestützt auf das Wenn-Dann-Regelwerk und die Grundsätze situativer Kommunikation.