tabaeris/claude, 2. Febru­ar 2026

Die Stein-im-Glas­haus-Fal­le beschreibt das Risi­ko, dass eine Orga­ni­sa­ti­on, die selbst angreif­bar ist, durch offen­si­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on oder Schuld­zu­wei­sun­gen an ande­re einen Gegen­an­griff auf die eige­nen Schwach­stel­len provoziert.

Das Bild stammt aus dem Sprich­wort «Wer im Glas­haus sitzt, soll­te nicht mit Stei­nen wer­fen» – wer selbst ver­wund­bar ist, soll­te ande­re nicht attackieren.

Mecha­nis­mus in der Kri­se:

Eine Orga­ni­sa­ti­on ver­sucht, von eige­nem Fehl­ver­hal­ten abzu­len­ken, indem sie Kri­ti­ker, Wett­be­wer­ber oder ande­re Akteu­re angreift. Dies lädt Medi­en, Geg­ner und Öffent­lich­keit gera­de­zu ein, die eige­nen Ver­feh­lun­gen der Orga­ni­sa­ti­on auf­zu­decken oder erneut zu thematisieren.

Typi­sche Szenarien:

  • Ein Unter­neh­men kri­ti­siert die Prak­ti­ken eines Kon­kur­ren­ten, obwohl es selbst ähn­li­che Pro­ble­me hat
  • Eine Orga­ni­sa­ti­on greift Whist­le­b­lower an, was zur inten­si­ve­ren Recher­che der ursprüng­li­chen Vor­wür­fe führt
  • Füh­rungs­kräf­te attackie­ren Medi­en, die dar­auf­hin noch gründ­li­cher investigieren

Das Risi­ko: Der Ver­such, die Auf­merk­sam­keit umzu­len­ken, bewirkt das Gegen­teil – die eige­ne Angreif­bar­keit rückt erst recht ins Zentrum.

Stra­te­gi­sche Kon­se­quenz: Vor jeder offen­si­ven Kom­mu­ni­ka­ti­on soll­te eine ehr­li­che Ana­ly­se der eige­nen Ver­wund­bar­kei­ten ste­hen. Wer selbst expo­niert ist, fährt mit Trans­pa­renz und Demut meist bes­ser als mit Gegenangriffen.