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Ver­si­on 2.0 · Stand: 27.07.2026

Die Mit­ar­bei­ter­kom­mu­ni­ka­ti­on ist ein Ele­ment der inter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on (→ Inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on) und dient in erster Linie der Pfle­ge der Unter­neh­mens­kul­tur (Cor­po­ra­te Cul­tu­re). In PR-Abtei­lun­gen erhält die Mit­ar­bei­ter­schaft als Ziel­grup­pe ver­hält­nis­mäs­sig wenig Beach­tung – der Fokus liegt meist auf den exter­nen Bezugsgruppen.

Einordnung

Mit­ar­bei­ten­de sind zugleich Emp­fän­ger, Mul­ti­pli­ka­to­ren und Bot­schaf­ter der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on: Sie tra­gen inter­ne Infor­ma­tio­nen in ihr pri­va­tes und beruf­li­ches Umfeld und prä­gen so Image und Glaub­wür­dig­keit der Orga­ni­sa­ti­on von innen her­aus (Mast, 2020). In einem schlech­ten Betriebs­kli­ma kann die Kom­mu­ni­ka­ti­on unter den Mit­ar­bei­ten­den aber auch zur Gefahr wer­den: Gerüch­te wir­ken als Kri­sen­ver­stär­ker oder lösen selbst Kri­sen aus (→ Gerücht, → Shits­torm); unzu­frie­de­ne Mit­ar­bei­ten­de kön­nen zu Whist­le­b­lo­wern oder – in sozia­len Medi­en – zu Kon­tra­hen­ten der eige­nen Orga­ni­sa­ti­on werden.

Bedeutung für die Krisenkommunikation (KMK-Bezug)

In der Kri­se gilt die Grund­re­gel «intern vor extern»: Die Mit­ar­bei­ten­den soll­ten nicht aus den Medi­en von der eige­nen Orga­ni­sa­ti­ons­kri­se erfah­ren – sonst dro­hen Ver­trau­ens­ver­lust, Demo­ti­va­ti­on und unkon­trol­lier­te Infor­ma­ti­ons­flüs­se (→ Hand­lungs­fel­der). Im KMK-System wer­den die Mit­ar­bei­ten­den in der Akteurs­ana­ly­se als eige­ne Instanz mit meh­re­ren mög­li­chen Rol­len codiert (Betrof­fe­ne, Zeu­gen, Ver­ur­sa­cher, Alli­ier­te); die Stra­te­gie­ent­wick­lung (EVI) sieht für sie eige­ne Bot­schaf­ten und Kanä­le vor (→ Mit­ar­bei­ter, → Zielgruppe).

Literatur

Mast, C. (2020). Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on: Ein Leit­fa­den (8. Aufl.). UVK/utb.