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Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

Spy­wa­re (Späh- oder Spio­na­ge­soft­ware) bezeich­net Mal­wa­re, die IT-Syste­me uner­laubt und ver­deckt über­wacht und die Auf­zeich­nun­gen an Drit­te weitergibt.

Einordnung

Spy­wa­re rich­tet sich gegen Pri­vat­per­so­nen wie Unter­neh­men und ver­folgt unter­schied­li­che Zie­le: das Aus­le­sen von Pass­wör­tern, mit denen Cyber­kri­mi­nel­le in geschlos­se­ne Syste­me gelan­gen; das Abgrei­fen per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten für Ver­kauf oder Social Engi­nee­ring; die kom­mer­zi­el­le Aus­wer­tung des Nut­zer­ver­hal­tens. Zu den bekann­te­sten For­men gehö­ren Ban­king-Tro­ja­ner und Key­log­ger. Nicht jede Späh­soft­ware ist ille­gal: Man­che wird mit der Instal­la­ti­on von Pro­gram­men mit­ge­lie­fert und pro­to­kol­liert nur pro­gramm­be­zo­ge­ne Daten – die Gren­ze zur unzu­läs­si­gen Über­wa­chung ist flies­send. Prä­ven­ti­on: Spy­wa­re-Scan­ner und Anti-Spyware-Software.

Bedeutung für die Krisenkommunikation (KMK-Bezug)

Spy­wa­re-Vor­fäl­le sind Ver­trau­ens­kri­sen im Kern: Betrof­fen sind ver­trau­li­che Daten von Kun­den und Mit­ar­bei­ten­den, oft über lan­ge Zeit unbe­merkt. Kom­mu­ni­ka­tiv zählt die Infor­ma­ti­ons­kas­ka­de der Daten­schutz-Vor­ga­ben – Betrof­fe­ne und Auf­sichts­be­hör­den zuerst, direkt und voll­stän­dig. Wer Über­wa­chung ver­harm­lost oder ver­spä­tet mel­det, wech­selt in der Ver­ant­wor­tungs­zu­schrei­bung vom Opfer zum Mit­ver­ur­sa­cher (Pre­ven­ta­ble).

Weiterführend

IT-Ser­vice Net­work: Spy­wa­re im IT-Lexikon