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Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

Influen­cer (engl. to influence: beein­flus­sen) sind Per­so­nen, die aus eige­nem Antrieb Inhal­te zu einem The­men­ge­biet in hoher und regel­mäs­si­ger Fre­quenz über inter­net­ba­sier­te Kanä­le (Blogs, Insta­gram, You­Tube, Tik­Tok, X u.a.) ver­öf­fent­li­chen und damit sozia­le Inter­ak­ti­on aus­lö­sen. Sie erzie­len hohe Reich­wei­ten und ragen so aus der Mas­se der Social-Media-Nut­zen­den heraus.

Einordnung

Im Dif­fu­si­ons­pro­zess von Kri­sen­the­men spie­len Influen­cer eine wich­ti­ge Rol­le, beson­ders in Shits­torms; instru­men­ta­li­siert wer­den sie in Wer­bung und Pro­pa­gan­da. Im Unter­schied zum Opi­ni­on Lea­der, dem man auf­grund von Kom­pe­tenz­ver­trau­en folgt, steht beim Influen­cer nicht das ratio­na­le Ele­ment im Vor­der­grund, son­dern die Nach­ah­mung eines Vor­bilds (→ Opi­ni­on Leader).

Bedeutung im KMK-System

In der SCHNUF­FI-Medi­en­re­cher­che sind Influen­cer-Bei­trä­ge eigen­stän­di­ge Quel­len des Kri­sen­dis­kur­ses; im Codier­sy­stem Kom­mu­ni­ka­ti­ons­rol­len tre­ten Influen­cer meist als Inter­pre­ten ohne insti­tu­tio­nel­le Auto­ri­tät auf – ihre Glaub­wür­dig­keits­ba­sis ist Reich­wei­te und Bezie­hungs­nä­he zur Fol­lo­wer­schaft, nicht Exper­ti­se. Bei Shits­torm-Dyna­mik gilt die Wenn-Dann-Regel: Reak­ti­on unter 60 Minuten.