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Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

Ein Pro­blem ist ein Zustand, der durch eine Abfol­ge von Ereig­nis­sen und Hand­lun­gen ent­stan­den ist und von Betrof­fe­nen als Miss­stand wahr­ge­nom­men wird. Typi­sche klei­ne­re Pro­ble­me sind Maschi­nen­aus­fäl­le, Stör­fäl­le oder Ein­zel­ent­las­sun­gen; zu den gra­vie­ren­den zäh­len län­ge­re IT-Aus­fäl­le oder schwe­re Unfälle.

Begriffsabgrenzung

Pro­ble­ma­ti­scher Zustand: das auf der Pro­blem­ebe­ne der Kri­sen­ver­laufs­kar­te ange­sie­del­te genui­ne Pro­blem. Es ent­steht durch Ereig­nis­se (Unfäl­le) oder durch beab­sich­tig­te (Streik) bzw. unbe­ab­sich­tig­te (Fehl­pla­nung) Hand­lun­gen.
Miss­stand: in Anleh­nung an Kepp­lin­ger der als Kri­se dar­ge­stell­te respek­ti­ve wahr­ge­nom­me­ne Zustand – die media­le und öffent­li­che Deu­tung des Pro­blems, nicht das Pro­blem selbst.

Abbildung 1: Typische Entwicklung eines Problems zur Krise gemäss der Krisenverlaufskarte
Abbil­dung 1: Typi­sche Ent­wick­lung eines Pro­blems zur Kri­se gemäss der Kri­sen­ver­laufs­kar­te

Bedeutung im KMK-System

Die Unter­schei­dung Pro­blem – Miss­stand trägt die Ebe­nen­lo­gik der Kri­sen­ver­laufs­kar­te: Das Pro­blem liegt auf der genui­nen Pro­blem­ebe­ne, der Miss­stand ent­steht durch media­le Dar­stel­lung und öffent­li­che Wahr­neh­mung. Ob ein Pro­blem zur Unter­neh­mens­kri­se wird, ent­schei­det sich auf den Ebe­nen 2–4 – womit das Pro­blem der Aus­gangs­punkt jeder ADAM-Kon­text­ana­ly­se ist.