Rhetorical Arena — Modell

Das “Rhe­to­ri­cal Are­na” Modell in der Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on ist ein Kon­zept, das die dyna­mi­sche und oft kom­ple­xe Natur der Kom­mu­ni­ka­ti­on wäh­rend einer Kri­se beschreibt. Die­ses Modell erkennt an, dass Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on nicht nur zwi­schen einer Orga­ni­sa­ti­on und ihrem Publi­kum statt­fin­det, son­dern in einem viel brei­te­ren und inter­ak­ti­ven Umfeld, in dem ver­schie­de­ne Akteu­re mit unter­schied­li­chen Inter­es­sen und Per­spek­ti­ven agieren.

Im “Rhe­to­ri­cal Are­na” Modell wer­den eini­ge Schlüs­sel­ele­men­te hervorgehoben:

  1. Meh­re­re Spre­cher: In der “Are­na” kom­mu­ni­zie­ren nicht nur die direkt betrof­fe­nen Orga­ni­sa­tio­nen. Ande­re Akteu­re wie Medi­en, Regie­rungs­be­hör­den, Exper­ten, Akti­vi­sten, die betrof­fe­ne Gemein­schaft und die all­ge­mei­ne Öffent­lich­keit kön­nen auch als Spre­cher auftreten.
  2. Diver­se Bot­schaf­ten: Die­se ver­schie­de­nen Akteu­re brin­gen unter­schied­li­che Bot­schaf­ten, Per­spek­ti­ven und Inter­pre­ta­tio­nen der Kri­se ein. Dies kann zu einem viel­fäl­ti­gen und manch­mal wider­sprüch­li­chen Dis­kurs führen.
  3. Inter­ak­ti­on der Bot­schaf­ten: Die Bot­schaf­ten die­ser Akteu­re inter­agie­ren mit­ein­an­der, beein­flus­sen sich gegen­sei­tig und kön­nen die öffent­li­che Wahr­neh­mung der Kri­se formen.
  4. Dyna­mi­sche Ent­wick­lung: Die “Rhe­to­ri­cal Are­na” ist dyna­misch, das heißt, die Akteu­re und ihre Bot­schaf­ten kön­nen sich im Lau­fe der Zeit ändern, beson­ders als Reak­ti­on auf neue Infor­ma­tio­nen oder Ereignisse.
  5. Ein­fluss auf die Kri­sen­be­wäl­ti­gung: Die Inter­ak­tio­nen inner­halb der Are­na kön­nen einen signi­fi­kan­ten Ein­fluss auf den Ver­lauf der Kri­se und die Effek­ti­vi­tät der Kri­sen­be­wäl­ti­gung haben.

Das “Rhe­to­ri­cal Are­na” Modell ist beson­ders nütz­lich, um zu ver­ste­hen, wie kom­ple­xe Kri­sen in der heu­ti­gen ver­netz­ten und medi­en­rei­chen Welt gema­nagt wer­den müs­sen. Es unter­streicht die Not­wen­dig­keit für Orga­ni­sa­tio­nen, nicht nur ihre eige­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on zu betrach­ten, son­dern auch das grö­ße­re Umfeld, in dem die Kri­se und die damit ver­bun­de­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on statt­fin­den. Dies erfor­dert eine fle­xi­ble und adap­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie, die die ver­schie­de­nen Stim­men und Bot­schaf­ten in der Are­na berücksichtigt.

Quel­le: Coombs, 2014, S. 13–14

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