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ChatGPT

ChatGPT ist ein Pro­to­typ eines auf KI basie­ren­den Chat­bots, ent­wickelt von Ope­nAI. Er basiert auf einem gro­ßen Sprach­mo­dell (LMM) – und ist ein Pro­dukt der soge­nann­ten gene­ra­ti­ven/­Kon­ver­sa­ti­ons-KI – und ermög­licht Benut­zern men­schen­ähn­li­che Kon­ver­sa­tio­nen, da er Muster erken­nen und basie­rend dar­auf neue Aus­ga­ben erstel­len kann.

Ein LLM ist ein Deep-Lear­ning-Algo­rith­mus, der Text und ande­re Inhal­te auf der Grund­la­ge von Erkennt­nis­sen aus rie­si­gen Daten­sät­zen erken­nen, zusam­men­fas­sen, über­set­zen, vor­her­sa­gen und gene­rie­ren kann. LMMs kön­nen KIs mensch­li­che Spra­chen bei­brin­gen, eine Viel­zahl von Fach­dis­zi­pli­nen ver­ste­hen, Soft­ware­code schrei­ben und Gra­fi­ken basie­rend auf qua­li­ta­ti­ven Text­be­schrei­bun­gen erstellen.

ChatGPT wur­de am 30. Novem­ber 2022 ver­öf­fent­licht. Aktu­ell liegt die 4. Ver­si­on vor.

So funk­tio­nie­ren ChatGPT und Co.: Unser Exper­ten-Video — Infor­ma­tik an der Hoch­schu­le Luzern (hslu.ch)

Im März 2023 kün­dig­te auch goog­le die Lan­cie­rung eines Chat­bots an: Wel­co­me (google.com)

Risiken und regulatorische Bedenken

Es gibt wach­sen­de Besorg­nis über modern­ste KI-Fähig­kei­ten und die mög­li­chen Aus­wir­kun­gen auf die Gesell­schaft als Gan­zes.

  • Bedro­hun­gen durch ChatGPT, wenn es von bös­wil­li­gen Akteu­ren ver­wen­det wird. Laut rese­arch ii haben Hack­ing-Com­mu­ni­ties (z. B. Dark Web) ChatGPT ver­wen­det, um bös­ar­ti­ge Tools zu ent­wickeln, indem sie ein­fach die KI-Fähig­kei­ten von ChatGPT nutzen.
  • ChatGPT kann zu hilf­reich sein.  Das Bil­dungs­mi­ni­ste­ri­um von New York City kün­dig­te ein Ver­bot von ChatGPT auf öffent­li­chen Schul­ge­rä­ten und ‑netz­wer­ken an, nach­dem es Beden­ken hin­sicht­lich der nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf das kri­ti­sche Den­ken und die Pro­blem­lö­sungs­fä­hig­kei­ten der Schü­ler hatte.
  • KI-Chat­bots ver­ste­hen die Fra­ge mög­li­cher­wei­se nicht (und küm­mern sich mög­li­cher­wei­se auch nicht dar­um). Da die neue­sten Trai­nings­da­ten für ChatGPT (GPT‑3) aus dem Jahr 2021 stam­men, ist die Fähig­keit des Chat­bots, Fra­gen zu aktu­el­len Ereig­nis­sen zu beant­wor­ten, ein­ge­schränkt. Eben­so kön­nen unkon­trol­lier­te Ant­wor­ten die Benut­zer­er­fah­rung und Nütz­lich­keit stark beein­träch­ti­gen. (Quel­le: CS, 22. März 2023)

ChatGPT selbst ortet die fol­gen­den Risi­ken für Unter­neh­men:

  1. Daten­schutz und Sicher­heit: Die Ver­ar­bei­tung sen­si­bler Unter­neh­mens­da­ten erfor­dert ange­mes­se­ne Sicher­heits­maß­nah­men, um sicher­zu­stel­len, dass die Infor­ma­tio­nen nicht in die fal­schen Hän­de geraten.
  2. Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on oder Ver­zer­rung: ChatGPT basiert auf gelern­ten Mustern aus gro­ßen Daten­men­gen und kann daher poten­zi­ell feh­ler­haf­te oder ver­zerr­te Ant­wor­ten geben, ins­be­son­de­re wenn die Ein­ga­be unklar oder mehr­deu­tig ist. Es ist wich­tig, die Ant­wor­ten zu über­prü­fen und zu vali­die­ren, um sicher­zu­stel­len, dass sie kor­rekt sind.
  3. Ver­ant­wor­tung und Ethik: ChatGPT kann Inhal­te gene­rie­ren, die gegen ethi­sche Stan­dards oder recht­li­che Richt­li­ni­en ver­sto­ßen. Unter­neh­men müs­sen sicher­stel­len, dass sie ange­mes­se­ne Richt­li­ni­en und Kon­troll­me­cha­nis­men imple­men­tie­ren, um den ver­ant­wor­tungs­vol­len Ein­satz sicher­zu­stel­len und poten­zi­el­le Schä­den zu minimieren.
  4. Abhän­gig­keit von der Tech­no­lo­gie: Unter­neh­men soll­ten sich bewusst sein, dass sie bei der Nut­zung von ChatGPT von einer exter­nen Tech­no­lo­gie abhän­gig sind. Soll­te es zu tech­ni­schen Stö­run­gen oder Aus­fäl­len kom­men, könn­te dies den Geschäfts­be­trieb beeinträchtigen.
  5. Ver­lust von Arbeits­plät­zen: Die Auto­ma­ti­sie­rung von Auf­ga­ben durch KI-Model­le wie ChatGPT könn­te zu einem Ver­lust von Arbeits­plät­zen füh­ren, ins­be­son­de­re bei repe­ti­ti­ven oder ein­fa­chen Auf­ga­ben. Es ist wich­tig, den Über­gang und die Umschu­lung der Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter zu berücksichtigen.

Tipps im Umgang mit ChatrGTP (von Zain Kahn)

ChatGPT ist kosten­lo­se Bildung.

Aber 99% der Men­schen haben kei­ne Ahnung, wie sie es ver­an­las­sen sol­len. 10 lei­stungs­star­ke Ein­ga­be­auf­for­de­run­gen, um Ihr Ler­nen zu beschleunigen:

1. Ver­bes­sern Sie Ihr Schrei­ben, indem Sie Feed­back erhal­ten.
Ver­wen­den Sie die­se Ein­ga­be­auf­for­de­rung: [Fügen Sie Ihr Schrei­ben ein] “Habe mei­ne obi­ge Schrift Kor­rek­tur gele­sen. Kor­ri­gie­ren Sie Gram­ma­tik- und Recht­schreib­feh­ler. Und machen Sie Vor­schlä­ge, die die Klar­heit mei­nes Schrei­bens verbessern.”

2. Ver­wen­den Sie das 80/20-Prin­zip, um schnel­ler als je zuvor zu ler­nen.
Prompt:
“Ich möch­te mehr über [The­ma ein­fü­gen] erfah­ren. Iden­ti­fi­zie­ren und tei­len Sie die wich­tig­sten 20 % der Erkennt­nis­se aus die­sem The­ma, die mir hel­fen, 80 % davon zu verstehen.”

3. Ler­ne und ent­wick­le neue Fähig­kei­ten.
Prompt:
“Ich möch­te ler­nen / bes­ser wer­den in [gewünsch­te Fähig­keit ein­fü­gen]. Ich bin ein abso­lu­ter Anfän­ger. Erstel­len Sie einen 30-Tage-Lern­plan, der einem Anfän­ger wie mir hilft, die­se Fähig­keit zu erler­nen und zu verbessern.

4. Holen Sie sich kur­ze und auf­schluss­rei­che Buch­zu­sam­men­fas­sun­gen.
Prompt:
“Fas­sen Sie das Buch [Buch ein­fü­gen] des Autors [Autor ein­fü­gen] zusam­men und geben Sie mir eine Liste der wich­tig­sten Erkennt­nis­se und Erkenntnisse.”

5. Holen Sie sich Feed­back von den größ­ten Köp­fen der Geschich­te.
Prompt:
“Ange­nom­men, Sie sind [berühm­te Per­son ein­fü­gen, z. B. Ste­ve Jobs]. Lesen Sie mein Argu­ment unten und geben Sie mir Feed­back, als ob Sie [Per­son wie­der ein­fü­gen] wären”
[Fügen Sie Ihr Argu­ment ein]

6. Ver­bes­sern Sie Ihre Pro­blem­lö­sungs­fä­hig­kei­ten.
Prompt:
“Ihre Rol­le ist die eines Pro­blem­lö­sers. Geben Sie mir eine Schritt-für-Schritt-Anlei­tung zur Lösung [fügen Sie Ihr Pro­blem ein].”

7. Gene­rie­ren Sie neue Ideen und über­win­den Sie Schreib­blocka­den:
Bei­spiel für eine Ein­ga­be­auf­for­de­rung:
“Ich schrei­be einen Blog­bei­trag über [The­ma ein­fü­gen]. Gib mir einen Über­blick über die­sen Blog­bei­trag mit 10 Auf­zäh­lungs­punk­ten. Gib mir auch 5 Optio­nen für eine ein­präg­sa­me Über­schrift.“
Sie kön­nen die­se Ein­ga­be­auf­for­de­rung für alles, was Sie schrei­ben, anpassen.

8. Fas­sen Sie lan­ge Tex­te zusam­men und beschleu­ni­gen Sie Ihr Ler­nen:
Prompt:
“Fas­sen Sie den fol­gen­den Text in 500 Wör­tern oder weni­ger zusam­men. Erstel­len Sie Abschnit­te für jeden wich­ti­gen Punkt mit einer kur­zen Zusam­men­fas­sung die­ses Punk­tes.
[Text ein­fü­gen]

9. Ver­wen­den Sie Geschich­ten und Meta­phern, um Ihr Gedächt­nis zu unter­stüt­zen.
Prompt:
“Ich ler­ne gera­de etwas über [The­ma ein­fü­gen]. Wan­deln Sie die wich­tig­sten Lek­tio­nen aus die­sem The­ma in fes­seln­de Geschich­ten und Meta­phern um, um mein Aus­wen­dig­ler­nen zu unterstützen.”

10. Stär­ken Sie Ihr Ler­nen, indem Sie sich selbst testen.
Prompt:
“Ich ler­ne gera­de etwas über [The­ma ein­fü­gen]. Stel­len Sie mir eine Rei­he von Fra­gen, die mein Wis­sen auf die Pro­be stel­len. Iden­ti­fi­zie­re Wis­sens­lücken in mei­nen Ant­wor­ten und gib mir bes­se­re Ant­wor­ten, um die­se Lücken zu schließen.”

Wie klug ist ChatGPT?

Alternativen zu ChatGPT

  • https://www.blogmojo.de/chatgpt-alternative/ (Liste von Alternativen)

Lite­ra­tur:

  • Jeger, R. (2023). Ein­stieg in ChatGPT. Horgen/CH
  • Schlü­ter, R. (2023). ChatGPT für Stu­den­ten. München.
  • West, C. (2023). Con­tent Crea­ti­on: SEO, You­Tube, Book Wri­ting & More Made Easy. Norderstedt/D.
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