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Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

All­ge­mein bezeich­net Nach­richt die Mit­tei­lung (Bot­schaft) im Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zess. Als jour­na­li­sti­sche, publi­zi­stisch-neu­tra­le Text­sor­te gehört die Nach­richt – wie die klei­ne­re Mel­dung und der grös­se­re Bericht – zu den infor­ma­ti­ven Tex­terzeug­nis­sen mit Refe­renz­cha­rak­ter; sie ist nach dem Prin­zip «vom Wich­ti­gen zum weni­ger Wich­ti­gen» aufgebaut.

Einordnung

Drei Merk­ma­le kon­sti­tu­ie­ren die Text­sor­te: Refe­renz­cha­rak­ter – refe­ren­ti­el­le Tex­te ver­wei­sen im Gegen­satz zu fik­tio­na­len auf die Rea­li­tät (die genui­ne Welt nach Kepp­lin­ger), erhe­ben den Anspruch, wahr zu sein, und sind dar­um prin­zi­pi­ell veri­fi­zier- oder fal­si­fi­zier­bar (Bae­ris­wyl, 1989). Fak­ti­sche Bericht­erstat­tung – der Text ent­hält kei­ne Fol­ge­run­gen und Urtei­le des Autors; der Sprach­stil ist neu­tral (Fak­ti­zi­tät). Infor­ma­ti­ons­funk­ti­on – der Text soll in erster Linie infor­mie­ren, nicht unter­hal­ten oder Mei­nung bil­den. Zum Sam­mel­be­griff der jour­na­li­sti­schen Nach­rich­ten­gat­tung sie­he Nach­rich­ten; zu den Selek­ti­ons­kri­te­ri­en Nach­rich­ten­fak­to­ren.

Bedeutung für die Krisenkommunikation (KMK-Bezug)

Der Refe­renz­cha­rak­ter ist die Mess­lat­te der Kri­sen­be­richt­erstat­tung: Weil Nach­rich­ten Wahr­heits­an­spruch erhe­ben, las­sen sich Falsch­dar­stel­lun­gen prin­zi­pi­ell wider­le­gen – die Grund­la­ge jeder Rich­tig­stel­lung und Gegen­dar­stel­lung. FRAMI unter­schei­det bei der Codie­rung kon­se­quent zwi­schen fak­ten­be­zo­ge­ner Nach­richt und mei­nungs­hal­ti­gen For­men (Kom­men­tar, Glos­se), denn Frames in Nach­rich­ten wie­gen schwe­rer als Frames in gekenn­zeich­ne­ter Mei­nung.

Literatur

Bae­ris­wyl, O. (1989). 🔴 [Voll­stän­di­ge Anga­be in Zote­ro nach­zu­tra­gen]
von La Roche, W. (2013). Ein­füh­rung in den prak­ti­schen Jour­na­lis­mus (19. Aufl.). Sprin­ger VS.