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Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

Intui­ti­on ist in Kri­sen­zei­ten eine gefrag­te Fähig­keit: Unter Unge­wiss­heit und Zeit­druck muss das Manage­ment schnell ent­schei­den und han­deln. Sind Ent­schei­de aus dem «Bauch­ge­fühl» am Platz?

Schnelles Denken nach Kahneman

Nobel­preis­trä­ger Dani­el Kah­ne­man präg­te den Begriff des schnel­len Den­kens: «Schnel­les Den­ken umfasst bei­de Vari­an­ten des intui­ti­ven Den­kens – das sach­kun­di­ge und das heu­ri­sti­sche Den­ken – sowie die voll­kom­men auto­ma­ti­sier­ten men­ta­len Wahr­neh­mungs- und Gedächt­nis­pro­zes­se.» (Kah­ne­man, 2011, S. 25) Intui­ti­on ist damit kein Gegen­satz zur Kom­pe­tenz: Sach­kun­di­ge Intui­ti­on beruht auf ver­dich­te­ter Erfah­rung – heu­ri­sti­sche Abkür­zun­gen dage­gen sind feh­ler­an­fäl­lig, beson­ders unter Stress.

Bedeutung im KMK-System

In der Kri­se ent­schei­det das Manage­ment oft intui­tiv, bevor die Ana­ly­se voll­stän­dig ist. Das KMK-System setzt hier an: Die struk­tu­rier­te Situa­ti­ons­ana­ly­se (ADAM, FRAMI) und die Wenn-Dann-Regeln geben der Intui­ti­on einen Prüf­rah­men – sie erset­zen das schnel­le Den­ken nicht, son­dern kor­ri­gie­ren sei­ne typi­schen Ver­zer­run­gen (→ Emo­tio­nen und Management).

Weiterführend

NZZ Stand­punk­te: Kopf oder Bauch – wer ent­schei­det besser?

Literatur

Kah­ne­man, D. (2011). Thin­king, fast and slow. Farr­ar, Straus and Giroux.