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Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

Das Welt­bild ist das Gesamt der Vor­stel­lun­gen, die ein Indi­vi­du­um von der rea­len Welt hat. Dies impli­ziert deskrip­ti­ve wie nor­ma­ti­ve (Wer­te-)Kom­po­nen­ten. Für eine sozia­le Gemein­schaft: das Gesamt der gemein­sa­men deskrip­ti­ven und nor­ma­ti­ven Vor­stel­lun­gen von der rea­len Welt, die einer sozia­len Grup­pe gemein sind.

Einordnung

In Anleh­nung an die Kri­sen­ver­laufs­kar­te unter­schei­det das KMK-System zwi­schen der dar­ge­stell­ten respek­ti­ve medi­al ver­mit­tel­ten Welt (Ebe­ne 2) und der öffent­lich bzw. von Tei­löf­fent­lich­kei­ten wahr­ge­nom­me­nen Welt (Ebe­ne 3). Die Unter­su­chung des Ein­flus­ses der medi­al ver­mit­tel­ten Welt auf die wahr­ge­nom­me­ne ist Auf­ga­be der Medienwirkungsforschung.

Bedeutung im KMK-System

Welt­bil­der sind der Deu­tungs­hin­ter­grund, vor dem Anspruchs­grup­pen eine Kri­se wahr­neh­men und bewer­ten: Ob ein Ereig­nis als Fehl­ver­hal­ten gedeu­tet wird, hängt von den nor­ma­ti­ven Vor­stel­lun­gen (Wer­ten, Nor­men, Erwar­tun­gen) der jewei­li­gen Grup­pe ab. Frames knüp­fen an bestehen­de Welt­bil­der an – Bot­schaf­ten, die ihnen wider­spre­chen, wer­den selek­tiv wahr­ge­nom­men oder ver­wor­fen (sie­he Ein­stel­lung).