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Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

Natur­ka­ta­stro­phen – Lawi­nen, Erd­be­ben, Über­schwem­mun­gen, Wir­bel­stür­me, Tor­na­dos – gehö­ren zu den Kri­sen­bau­stei­nen, die plötz­li­che Unter­neh­mens­kri­sen aus­lö­sen kön­nen. Cha­rak­te­ri­stisch ist die natür­li­che Ursa­che des meist gros­sen Schadens.

Personifizierung der Ursachen

Der Mensch neigt dazu, Ursa­chen zu per­so­ni­fi­zie­ren: In der alpi­nen Sagen­welt waren Hexen oder der Teu­fel schuld an Natur­er­eig­nis­sen; heu­te machen Ver­schwö­rungs­theo­rien bekann­te Per­so­nen oder Grup­pen ver­ant­wort­lich. Für die Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on heisst das: Auch bei ein­deu­tig natür­li­cher Ursa­che sucht der Dis­kurs nach mensch­li­chen Ver­ant­wort­li­chen – etwa bei Prä­ven­ti­on, War­nung oder Bewältigung.

Bedeutung im KMK-System

Natur­er­eig­nis­se begrün­den den SCCT-Vic­tim-Clu­ster (Schick­sals-Frame im deskrip­ti­ven Framing) – doch die Ver­ant­wor­tungs­fra­ge ver­schiebt sich schnell auf das Kri­sen­ma­nage­ment: Wer hat zu spät gewarnt, zu wenig geschützt, zu lang­sam gehol­fen? Die Dop­pel­kri­sen-Gefahr ist hier beson­ders hoch, das Basis-Pro­to­koll (Instruk­ti­on, Empa­thie) prioritär.