Version 2.0 · Stand: 18.07.2026
Social Media (soziale Medien) sind Internetdienste, die Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, eigene Inhalte zu publizieren (User-Generated Content) und miteinander zu kommunizieren – von Netzwerken wie Facebook, Instagram, LinkedIn und TikTok über X (ehemals Twitter) bis zu Blogs, Wikis und Videoplattformen wie YouTube (Kaplan & Haenlein, 2010).
Einordnung
Vom Web 1.0 und den journalistischen Medien unterscheidet Social Media die wechselseitige Kommunikation: Jeder User kann Urheber einer Nachricht werden – das Gatekeeping professioneller Redaktionen entfällt und wird durch algorithmische Selektion ersetzt. Theoretisch spiegelt dies ein ideales demokratisches System; in der Praxis zeigen sich mit emotionalen, polarisierenden Äusserungen, «alternativen Wahrheiten» und Fake News auch die dunklen Seiten.
Abbildung 1: Unterscheidung journalistische und soziale Medien
Bedeutung für die Krisenkommunikation (KMK-Bezug)
Social Media ist die schnellste Arena der Krise: Ohne Gatekeeper eskalieren Vorwürfe in Stunden (Shitstorm), Memes und Bilder fixieren Deutungen, Influencer und Bots verstärken Wellen. Zugleich sind soziale Medien der direkte Kanal der Organisation – vorausgesetzt, sie wurde vor der Krise aufgebaut und wird professionell bewirtschaftet (Social Listening, Monitoring). Für die Reaktion auf kritische Beiträge gilt das Flussdiagramm:

Abbildung 2: Wie verhalte ich mich bei Reaktionen in Social Media?
Weiterführend
Bekannt ist der kritische Film über soziale Medien: The Social Dilemma (Netflix).
Literatur
Kaplan, A. M., & Haenlein, M. (2010). Users of the world, unite! The challenges and opportunities of social media. Business Horizons, 53(1), 59–68. https://doi.org/10.1016/j.bushor.2009.09.003