Fall­stu­die · Shits­torm · Band 1

Rat­ko Tesic, Lars Vogns­trup und Mar­co Zehnder

Hoch­schu­le Luzern – Infor­ma­tik
The­men: Pro­dukt­de­sign · Social Media · Ent­schul­di­gung · Krisenreaktion

Ausgangslage und Fragestellung

Adi­das ver­öf­fent­lich­te 2012 den Ent­wurf eines Schuhs von Jere­my Scott auf Face­book. Fuss­fes­seln im Design erin­ner­ten vie­le Nut­ze­rin­nen und Nut­zer an Skla­ve­rei und lösten einen Shits­torm aus.

Vorgehen

Mit empi­ri­schen Metho­den und der Kri­sen­ver­laufs­kar­te wur­den Ursa­chen, Aus­wir­kun­gen sowie Reak­tio­nen der Kund­schaft und des Unter­neh­mens unter­sucht. Ein­be­zo­gen wur­den Twit­ter-Posts und State­ments auf Face­book.

Zentrale Ergebnisse

Trotz der frü­hen Ent­fer­nung des Posts hielt die Kri­tik tage­lang an. Adi­das reagier­te zunächst aus­wei­chend und ent­schul­dig­te sich erst nach wei­te­ren Dis­kus­sio­nen; das Kri­sen­ma­nage­ment wur­de des­halb als unbe­frie­di­gend beurteilt.

Bedeutung für die Praxis

Bei ethisch auf­ge­la­de­nen Pro­dukt­kon­tro­ver­sen rei­chen das Löschen eines Posts und eine ver­zö­ger­te Stel­lung­nah­me nicht aus. Eine frü­he Aner­ken­nung des Pro­blems und eine glaub­wür­di­ge Ent­schul­di­gung sind zentral.

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