Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

Wäh­rend die Kri­sen­ver­laufs­kar­te den Ablauf einer Kri­se über Pro­zes­se, Instan­zen und Rol­len syste­ma­ti­siert (→ Kri­sen­ver­laufs­kar­te), beschreibt der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­ler Klaus Mer­ten den Kri­sen­ver­lauf als zeit­li­chen Ablauf mit Blick auf die Aus­wir­kun­gen für das Unter­neh­men: Gegen­über dem Sta­tus quo nimmt die Ent­wick­lung zunächst einen nega­ti­ven Ver­lauf; ab dem Wen­de­punkt kann sie sich zugun­sten oder zuun­gun­sten des Unter­neh­mens entwickeln.

Abbildung 1: Krisenverlauf nach Merten
Abbil­dung 1: Kri­sen­ver­lauf nach Merten

Verlaufstypen nach Medienecho

In der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pra­xis wird der Kri­sen­ab­lauf auf der Zeit­ach­se des Medi­en­echos fest­ge­hal­ten. Möhr­le unter­schei­det drei Typen publi­zi­sti­scher Kri­sen: die erup­ti­ve (plötz­li­che), die peri­odi­sche und die schlei­chen­de Kri­se (→ Kri­sen­ver­lauf zeitlich/medial, → Typo­lo­gie von Krisen).

Bedeutung im KMK-System

Der Ver­laufs­typ bestimmt in der SCHNUF­FI-Recher­che den Unter­su­chungs­zeit­raum und die Sam­pling-Stra­te­gie; der Wen­de­punkt nach Mer­ten mar­kiert das Zeit­fen­ster, in dem Kom­mu­ni­ka­ti­on den Aus­gang noch beein­flus­sen kann – die Begrün­dung für den First-Mover-Vor­teil der Grundsätze.