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Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

Der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chef (Lei­ter Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on, Chief Com­mu­ni­ca­ti­ons Offi­cer) ver­ant­wor­tet die gesam­te Kom­mu­ni­ka­ti­on einer Orga­ni­sa­ti­on – in der ordent­li­chen Lage wie in der Kri­se.

Einordnung

Gegen­über den elek­tro­ni­schen Medi­en tritt meist nicht der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chef als Medi­en­spre­cher (Reprä­sen­tant des Unter­neh­mens) auf, son­dern der CEO selbst oder ein Mit­glied des Ver­wal­tungs­rats. Der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chef führt im Hin­ter­grund: Er lei­tet die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ar­beit des Kri­sen­stabs, koor­di­niert Bot­schaf­ten und Kanä­le und berät die Unternehmensführung.

Rolle in der Krisenvorbereitung

«Der Rol­le des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chefs kommt […] eine wich­ti­ge Bedeu­tung zu, weil sie in Unter­neh­men in der Regel die Beob­ach­tung von aus­sen ver­ant­wor­ten. Denn die Funk­ti­on der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ab­tei­lun­gen ist es, die Wahr­neh­mung von Unter­neh­men, Märk­ten, The­men, Issues etc. zu beob­ach­ten und dem Manage­ment zu rap­por­tie­ren.» (Thies­sen, 2014, S. 15)

Damit ist der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chef eine Schlüs­sel­fi­gur des Issues-Manage­ments (Scan­ning und Moni­to­ring) und der Kri­sen­vor­be­rei­tung – von der Sze­na­ri­en­ar­beit über die Schu­lung der Spre­cher bis zur kon­ti­nu­ier­li­chen Netz­werk­pfle­ge.

Bedeutung im KMK-System

Im KMK-System ist der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chef die fach­li­che Instanz, die Kon­text­ana­ly­se, Medi­en­be­ob­ach­tung und Bot­schafts­stra­te­gien zusam­men­führt und die Schnitt­stel­le zwi­schen Kri­sen­stab, Spre­chern und Öffent­lich­keit sicherstellt.

Literatur

Thies­sen, A. (Hrsg.). (2014). Hand­buch Kri­sen­ma­nage­ment. Sprin­ger Fach­me­di­en. https://doi.org/10.1007/978–3‑658–04293‑6