Ver­si­on 2.0 · Stand: 18.07.2026

«The time to repair the roof is when the sun is shi­ning.» (John F. Kennedy)

Kri­sen­prä­ven­ti­on umfasst sämt­li­che Ana­ly­sen, Pla­nungs­tä­tig­kei­ten und Mass­nah­men, die poten­zi­el­le Kri­sen betref­fen – also vor Kri­sen­ein­tritt anset­zen (Töp­fer, 2014, S. 249 🔴 Voll­an­ga­be in Zote­ro nach­tra­gen; sie­he auch Kri­sen­ma­nage­ment: Pha­sen und Auf­ga­ben).

Einordnung

Issues-Manage­ment und Risi­ko­ma­nage­ment die­nen dazu, Kri­sen mög­lichst zu ver­mei­den. Mass­nah­men und Instru­men­te der Kri­sen­vor­be­rei­tung anti­zi­pie­ren dage­gen eine mög­li­che Kri­se und die­nen dazu, sich best­mög­lich auf sie vor­zu­be­rei­ten. Kri­sen­prä­ven­ti­on im wei­te­ren Sinn umfasst bei­des: Ver­mei­dung und Vorbereitung.

Primäre, sekundäre und tertiäre Prävention

Im Bereich der Kri­mi­na­li­tät – etwa der Cyber­kri­mi­na­li­tät – wird zwi­schen pri­mä­rer, sekun­dä­rer und ter­tiä­rer Prä­ven­ti­on unter­schie­den (Suhl­ing & Gre­ve, 2010 🔴 Voll­an­ga­be in Zote­ro nach­tra­gen), wie die fol­gen­de Über­sicht zeigt:

Übersicht primäre, sekundäre und tertiäre Prävention
Abbil­dung 1: Pri­mä­re, sekun­dä­re und ter­tiä­re Prä­ven­ti­on (nach Suhl­ing & Gre­ve, 2010)

Pri­mär­prä­ven­ti­ve Stra­te­gien rich­ten sich an die All­ge­mein­heit und set­zen vor dem Auf­tre­ten von Pro­ble­men an, indem sie Vor­aus­set­zun­gen bzw. (gesell­schaft­li­che) Bedin­gun­gen för­dern, die Kri­mi­na­li­tät zu ver­hin­dern ver­su­chen. Sekun­där­prä­ven­ti­ve Stra­te­gien sind Mass­nah­men und Pro­gram­me, die nicht uni­ver­sell, son­dern gezielt dort anset­zen, wo sich kri­mi­nel­les Risi­ko und Pro­blem­la­gen abzeich­nen, die zu Kri­mi­na­li­tät füh­ren kön­nen. Ter­ti­är­prä­ven­ti­ve Stra­te­gien ver­su­chen, das wie­der­hol­te Bege­hen von Straf­ta­ten durch Sank­tio­nen und Stra­fen, die auf Abschreckung abzie­len, zu ver­hin­dern – auch durch Hil­fe, Bera­tung und Behand­lung bzw. The­ra­pie im Rah­men von Sank­tio­nen. (Grimm, 2004, S. 65 🔴 Voll­an­ga­be in Zote­ro nach­tra­gen)

Bedeutung im KMK-System

Kri­sen­prä­ven­ti­on ist die erste Pha­se des Kri­sen­ma­nage­ments: Was hier gelei­stet wird – Früh­erken­nung über Issues- und Risi­ko­ma­nage­ment, Vor­be­rei­tung über Sze­na­ri­en, Kri­sen­plan und Kri­sen­stab –, bestimmt die Hand­lungs­fä­hig­keit der Orga­ni­sa­ti­on auf der gesam­ten Kri­sen­ver­laufs­kar­te. Auch eine geleb­te Cor­po­ra­te Cul­tu­re wirkt krisenpräventiv.