Fall­stu­die · Shits­torm · Band 5

Mari Toka­nu­ga (empi­ri­sche Unter­su­chung); Rico Bürg­ler und Miros­lav Sto­ja­no­vic (Theo­rie)

Hoch­schu­le Luzern – Infor­ma­tik
The­men: Shits­torm · Social Media · Emo­tio­nen · Markenimage

Ausgangslage und Fragestellung

Die Fall­stu­die unter­sucht den Shits­torm, der im Novem­ber 2022 nach einer umstrit­te­nen Wer­be­kam­pa­gne von Balen­cia­ga ent­stand. Die Insze­nie­rung löste ins­be­son­de­re in sozia­len Medi­en brei­te mora­li­sche Empö­rung und schwe­re Vor­wür­fe gegen die Mar­ke aus.

Vorgehen

Ana­ly­siert wur­den 100 Bei­trä­ge auf Twit­ter mit der Soft­ware MAXQDA. Im Mit­tel­punkt stan­den die Emo­tio­nen und Ein­stel­lun­gen der Nut­zer gegen­über der Kam­pa­gne und der Mar­ke Balenciaga.

Zentrale Ergebnisse

Ärger und Ekel waren die vor­herr­schen­den Emo­tio­nen. Die Ein­stel­lung gegen­über Balen­cia­ga war über­wie­gend nega­tiv; ein­zel­ne Nut­zer kün­dig­ten einen künf­ti­gen Ver­zicht auf Pro­duk­te der Mar­ke an. Der Akti­en­kurs der Mut­ter­ge­sell­schaft Kering wur­de durch den Shits­torm dage­gen nicht signi­fi­kant beeinflusst.

Bedeutung für die Praxis

Der Fall zeigt, wie schnell mora­lisch auf­ge­la­de­ne Kam­pa­gnen eine Mar­ken­kri­se aus­lö­sen kön­nen. Sorg­fäl­ti­ge Frei­ga­be­pro­zes­se, eine glaub­wür­di­ge Ent­schul­di­gung und kon­si­sten­te Ver­ant­wor­tungs­über­nah­me sind für den lang­fri­sti­gen Schutz des Mar­ken­images zentral.

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