Fallstudie · Technik und Anlagen · Band 1
Hochschule Luzern – Informatik
Themen: Schiffsunglück · Medienanalyse · Sündenbockstrategie · Reputation
Ausgangslage und Fragestellung
Die Fallstudie untersucht Krisenkommunikation und Medienberichte zum Unglück der Costa Concordia der Reederei Costa Crociere im Jahr 2012.
Vorgehen
Grundlage sind vorwiegend deutsch- und englischsprachige Zeitungsartikel sowie die offiziellen Stellungnahmen der Reederei.
Zentrale Ergebnisse
Kapitän Schettino wurde durch sein Auftreten und anfängliche Falschaussagen zum zentralen Verantwortlichen. Die früh gewählte Sündenbockstrategie war riskant, funktionierte aber durch konsequente Umsetzung; später kommunizierte die Reederei aktiver und offener. Die Passagierzahlen brachen nicht signifikant ein.
Bedeutung für die Praxis
Eine eindeutige Verantwortungszuschreibung kann ein Unternehmen kurzfristig entlasten, ist vor Abschluss der Faktenklärung jedoch riskant. Aktive Information und sichtbare Lösungsorientierung bleiben unerlässlich.