Fall­stu­die · Unter­neh­men am Pranger

Autoren­schaft nicht ausgewiesen

Hoch­schu­le Luzern – Infor­ma­tik
The­men: Green­peace · Shell · Boy­kott · Framing

Ausgangslage und Fragestellung

Shell plan­te 1995, die aus­ge­dien­te Brent Spar mit behörd­li­cher Geneh­mi­gung in der Nord­see zu ver­sen­ken. Green­peace besetz­te die Platt­form und rahm­te das Vor­ha­ben als Umweltverschmutzung.

Vorgehen

Der Fall wird ent­lang von Pro­blem­ebe­ne, Medi­en­kom­mu­ni­ka­ti­on, öffent­li­cher Mei­nungs­bil­dung und Ver­hal­ten der Anspruchs­grup­pen analysiert.

Zentrale Ergebnisse

Mit zuneh­men­den Pro­te­sten über­nah­men deut­sche Medi­en stär­ker die Argu­men­te von Green­peace. Über­höh­te Men­gen­an­ga­ben und Emo­tio­na­li­sie­rung präg­ten das Bild von Shell als Umwelt­ver­schmut­zer und führ­ten zum Tank­stel­len­boy­kott. Shell gab die Ver­sen­kung auf; spä­ter erwies sich die Land­ent­sor­gung als teu­rer und nach Dar­stel­lung des Falls weni­ger umweltschonend.

Bedeutung für die Praxis

In sym­bo­lisch star­ken Kon­flik­ten kön­nen Frames tech­ni­sche Bewer­tun­gen über­la­gern. Unter­neh­men müs­sen früh ver­ständ­lich erklä­ren, unab­hän­gi­ge Evi­denz bereit­stel­len und die emo­tio­na­le Dimen­si­on eines Vor­ha­bens ernst nehmen.

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