Fall­stu­die · Tech­nik und Anla­gen · Band 4

Rapha­el Kiss­ling und Manu­el Wälti

Hoch­schu­le Luzern – Infor­ma­tik
The­men: Cryp­to AG · Geheim­dien­ste · Neu­tra­li­tät · Untersuchung

Ausgangslage und Fragestellung

Die «Cryp­to-Leaks» ent­hüll­ten 2020, dass die Schwei­zer Cryp­to AG jahr­zehn­te­lang im Besitz von CIA und BND gewe­sen war und mani­pu­lier­te Chif­frier­ge­rä­te gelie­fert hat­te. Dadurch geriet sie ins Visier der Bundesanwaltschaft.

Vorgehen

Die Stu­die rekon­stru­iert Medi­enent­hül­lun­gen, staat­li­che Reak­tio­nen, Sank­tio­nen und die spä­te­re Unter­su­chung durch die Geschäftsprüfungsdelegation.

Zentrale Ergebnisse

Der Bund ver­häng­te vor­über­ge­hend ein Export­ver­bot, und das Unter­neh­men muss­te fast die gesam­te Beleg­schaft ent­las­sen. Der GPDel-Bericht for­mu­lier­te Emp­feh­lun­gen, um ver­gleich­ba­re Vor­gän­ge künf­tig zu verhindern.

Bedeutung für die Praxis

Kri­sen an der Schnitt­stel­le von Wirt­schaft, Geheim­dien­sten und Staat erfor­dern unab­hän­gi­ge Auf­klä­rung. Die Beru­fung auf natio­na­le Repu­ta­ti­on oder Neu­tra­li­tät ver­schärft den Scha­den, wenn tat­säch­li­che Kon­trolllücken ver­bor­gen bleiben.

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