Fallstudie · Medienanalyse · Band 4
Hochschule Luzern – Informatik
Themen: Konfliktberichterstattung · Framing · Schuldzuweisung · Medienvergleich
Ausgangslage und Fragestellung
Die Fallstudie untersucht die Berichterstattung zum Israel-Gaza-Konflikt 2021 aus palästinensischer, israelischer und westlicher Medienperspektive. Im Zentrum stehen Schuldzuweisungen und unterschiedliche Darstellungen der Krise.
Vorgehen
Eine Literaturrecherche wurde mit einer Framing-Analyse verbunden. Verglichen wurden Beiträge von Al-Quds al-Arabi, The Jerusalem Post und der Neuen Zürcher Zeitung.
Zentrale Ergebnisse
Die NZZ verurteilte Handlungen beider Konfliktparteien und nahm eine vergleichsweise neutrale Position ein. Al-Quds al-Arabi berichtete detailliert über Schäden in Palästina und positionierte sich gegen Israel; The Jerusalem Post zeigte eine subtile Unterstützung Israels. Auch Opferzahlen variierten zwischen den Medien.
Bedeutung für die Praxis
Die Studie verdeutlicht, wie stark Quellenwahl, Perspektive und Framing die Wahrnehmung komplexer Konflikte beeinflussen. Ein bewusster Vergleich unterschiedlicher Medien ist wichtig, um einseitige Schuldzuweisungen und widersprüchliche Angaben einzuordnen.