Fallstudie · Konflikt · Band 3
Hochschule Luzern – Informatik
Themen: Butscha · Framing · Medienvergleich · Emotionen
Ausgangslage und Fragestellung
Die Studie untersucht die mediale Darstellung der Ereignisse von Butscha im russischen Krieg gegen die Ukraine. Gefragt wird, welche Frames deutschsprachige und russische Medien verwendeten.
Vorgehen
Berichte vom 1. bis 15. April 2022 wurden qualitativ mit MAXQDA analysiert. Eine Frequenzanalyse und das Framing-Modell nach Semetko und Valkenburg dienten zur Einordnung.
Zentrale Ergebnisse
Deutschsprachige Medien verwendeten häufiger emotional geprägte Begriffe und Human-Interest- sowie Konfliktframes. Russische Berichte wirkten sachlicher, nutzten aber häufig den Begriff «Provokation» und reagierten mit Ablehnung und Verärgerung auf westliche Darstellungen.
Bedeutung für die Praxis
In Kriegssituationen prägen Wortwahl, Emotionen und politische Perspektive die Wahrnehmung stark. Ein Vergleich unterschiedlicher Quellen ist für eine verantwortungsvolle Einordnung unverzichtbar.