Fall­stu­die · Skan­dal · Band 5

Bene­dikt Bodschwin­na und Esther Schmid (empi­ri­sche Unter­su­chung); Remy Mar­tha­ler (Theo­rie Botschaftsstrategien)

Hoch­schu­le Luzern – Infor­ma­tik
The­men: Green­wa­shing · Bot­schafts­stra­te­gien · SCCT · Unternehmensreaktionen

Ausgangslage und Fragestellung

Im Som­mer 2023 reich­te die Stif­tung für Kon­su­men­ten­schutz Beschwer­den gegen acht Unter­neh­men ein. Bean­stan­det wur­den Geschäfts­prak­ti­ken und Wer­bung im Zusam­men­hang mit Kli­ma­neu­tra­li­tät. Die Fall­stu­die fragt, wie sich die Reak­tio­nen der betrof­fe­nen Unter­neh­men auf die Medi­en­be­richt­erstat­tung unterscheiden.

Vorgehen

Die Stel­lung­nah­men der Unter­neh­men wur­den mit Model­len zu Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien und Ver­hal­tens­mu­stern in Kri­sen sowie mit der Situa­tio­nal Cri­sis Com­mu­ni­ca­ti­on Theo­ry analysiert.

Zentrale Ergebnisse

Die Unter­neh­men kom­mu­ni­zier­ten über­wie­gend zurück­hal­tend und reagier­ten meist erst auf Medi­en­an­fra­gen; ein­zel­ne ver­mie­den eine Stel­lung­nah­me voll­stän­dig. Die Reak­tio­nen reich­ten von ver­tei­di­gend bis aner­ken­nend, lies­sen jedoch nur sel­ten eine akti­ve Betei­li­gung an Lösun­gen erken­nen. Eine Aus­nah­me bil­de­te myclimate.

Bedeutung für die Praxis

Der Fall zeigt, dass reak­ti­ve oder aus­wei­chen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on bei Green­wa­shing-Vor­wür­fen wenig zur Ver­trau­ens­bil­dung bei­trägt. Glaub­wür­dig­keit erfor­dert nach­voll­zieh­ba­re Posi­tio­nen und eine erkenn­ba­re Bereit­schaft, zur Lösung des Pro­blems beizutragen.

← Zur Über­sicht aller Fallstudien