Fall­stu­die · Tech­nik und Anla­gen · Band 2

Ferenc Harasz­ti und Cate­ri­na Schmidlin

Hoch­schu­le Luzern – Infor­ma­tik
The­men: Umwelt­be­la­stung · Ent­schä­di­gung · Stake­hol­der · Betroffenheit

Ausgangslage und Fragestellung

Ein sam­bi­sches Gericht ver­ur­teil­te Glen­co­re 2016 zu einer Ent­schä­di­gungs­zah­lung an den Wit­wer der Poli­ti­ke­rin Bea­tri­ce Mit­hi, die infol­ge toxi­scher Abga­se gestor­ben war. Das Urteil bestä­tig­te Miss­stän­de in einer nahe­ge­le­ge­nen Kupfermine.

Vorgehen

Mit der Kri­sen­ver­laufs­kar­te wur­den der Weg zum Urteil sowie die Reak­tio­nen von Glen­co­re und wei­te­ren Anspruchs­grup­pen rekonstruiert.

Zentrale Ergebnisse

Glen­co­re reagier­te nach Ein­schät­zung der Stu­die pro­fes­sio­nell und erst dann, als es unter­neh­me­risch not­wen­dig wur­de. Die gerin­ge per­sön­li­che Betrof­fen­heit einer brei­te­ren Öffent­lich­keit begrenz­te zusätz­li­che nega­ti­ve Reaktionen.

Bedeutung für die Praxis

Gerin­ge öffent­li­che Nähe kann die Kri­sen­dy­na­mik dämp­fen, min­dert aber nicht die Ver­ant­wor­tung gegen­über direkt Betrof­fe­nen. Unter­neh­men soll­ten nicht erst unter Druck reagie­ren, son­dern Fol­gen und Wie­der­gut­ma­chung pro­ak­tiv thematisieren.

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